Dr. Schittenhelms Gesundheitstipp: Fasten ist gut für die Gesundheit

Von Hippokrates, dem berühmten Arzt der Antike, soll der Ausspruch stammen: „Der Mensch lebt von einem Drittel dessen, was er isst. Von den anderen beiden Dritteln leben die Ärzte.“

Zahlreiche Funktionsstörungen und Krankheiten werden durch zu große Kalorienzufuhr gefördert, und umgekehrt hilft vorübergehende Nahrungskarenz dem Körper dabei, seine Selbstheilungskräfte zu fördern und die Funktion unserer Organsysteme zu verbessern.

Mit Fastenkuren lassen sich z. B. folgende Krankheitsbilder günstig beeinflussen:

  • Chronische Schmerzzustände,
  • chronisch entzündliche Krankheiten wie Arthritis,
  • chronische Herz-Kreislauferkrankungen,
  • das metabolische Syndrom (Stammfettsucht durch zu hohe Kalorienaufnahme, verbunden mit Zuckerkrankheit, Bluthochdruck und Übergewicht).

Das Heilfasten, das Sie in Absprache mit Ihrem Hausarzt durchführen sollten, beginnt mit einer Vorbereitungsphase mit gründlicher Darmentleerung. Danach folgt das zwei- bis vierwöchige Fasten, bei dem Sie täglich z. B. Folgendes zu sich nehmen: frisch gepresste Säfte von Obst oder Gemüse und 1/4 Liter Gemüsebrühe. Daneben sollten Sie täglich wenigstens 2,5 Liter Flüssigkeit trinken, entweder Wasser oder Kräutertee. Zusätzlich sollten Sie täglich 30 Gramm Honig aufnehmen, mit dem Sie auch den Tee süßen können. Die maximale Gesamtzufuhr von Energie sollte zwischen 250 und 500 Kilokalorien pro Tag (kcal/d) liegen.

Nach der Fastenzeit folgt eine schonende Gewöhnung an die Nahrungsaufnahme, z. B. durch einen gekochten Apfel. Nun sind Eier, Milch, Obst und Gemüse erlaubt. Für einige Tage sollten Sie schwere Kost mit gesättigten Fettsäuren noch meiden und sich ballaststoffreich ernähren.