Herbstzauber für Kübel und Kästen

28. September 2026

Wenn die Sommerblumen langsam verblühen und ihre Farbenpracht nachlässt, ist es Zeit für einen Wechsel. Bei Volker Schmidt im Blumenhaus Schmidt stehen Alpenveilchen, Erika und vieles mehr im Gewächshaus.

Die klassischen Herbstpflanzen warten auf ihren Einsatz im Blumenkasten, in Kübeln oder auch auf Gräbern. Doch wann genau sollte man Kübel und Balkonkästen neu bepflanzen?

„Am besten erst dann, wenn die Sommerblumen nicht mehr schön sind“, rät Volker Schmidt vom Blumenhaus Schmidt. Ein fester Termin sei also nicht notwendig. Entscheidend sei vielmehr der Zustand der bisherigen Bepflanzung.

Für die Herbstsaison stehen zahlreiche Pflanzen zur Auswahl. Chrysanthemen gehören ebenso dazu wie Alpenveilchen und winterharte Christrosen. Zusammen mit Gräsern lassen sich daraus abwechslungsreiche Arrangements gestalten, die auch an kühleren Tagen noch für Farbe und Struktur sorgen.

Ein besonderer Blickfang sind für Volker Schmidt buntblättrige Pflanzen. Sie müssen nicht unbedingt blühen, um attraktiv zu sein. Unterschiedliche Blattzeichnungen, Farbtöne und Muster sorgen auch ohne Blüten für interessante Akzente. Gerade im Herbst, wenn die Blütenpracht vieler Sommerpflanzen nachlässt, können solche Pflanzen ihre Wirkung besonders gut entfalten.

Frische Erde für den Neustart

Auch Erika ist weiterhin gefragt und gehört für viele zur klassischen Herbstbepflanzung. Ihre kleinen Blüten und ihr kompakter Wuchs passen gut in Kübel und Kästen und lassen sich mit anderen Herbstpflanzen kombinieren.

Bevor die neuen Pflanzen allerdings eingesetzt werden, lohnt sich ein Blick auf die Erde. Nach einem langen Sommer ist sie durch das Wachstum der Pflanzen und regelmäßiges Gießen meist weitgehend ausgelaugt. Deshalb sollte ein Teil der alten Erde ausgetauscht und durch frische Blumenerde ersetzt werden.

Wichtig ist dabei, möglichst keine alten Wurzelreste in der Erde zurückzulassen. Sie können entfernt werden, bevor die neue Erde eingefüllt und die Herbstbepflanzung eingesetzt wird. Die ausgetauschte Erde muss dabei nicht zwangsläufig im Hausmüll landen: Sie kann auf den Kompost oder in den Biomüll gegeben werden.

Nahrung für die Pflanzen

Auch beim Düngen sollte die Herbstbepflanzung nicht vergessen werden. „Herbstpflanzen wachsen ebenfalls und benötigen Nährstoffe“, erklärt Schmidt. Eine ausreichende Versorgung unterstützt die Pflanzen dabei, sich gut zu entwickeln und über längere Zeit attraktiv zu bleiben.

Bei der Gestaltung empfiehlt Schmidt, mit unterschiedlichen Formen und Strukturen zu arbeiten. Sein persönlicher Favorit für den Herbst ist eine Kombination aus buntblättrigen Pflanzen, Alpenveilchen und Gräsern. So treffen auffällige Blattfarben auf zarte Blüten und die bewegliche Struktur der Gräser.

Für einen zusätzlichen Effekt sorgt Efeu. Als hängendes Element lockert er die Bepflanzung auf und lässt sich besonders gut am Rand von Balkonkästen oder höheren Gefäßen einsetzen. Die herabhängenden Triebe verbinden die einzelnen Pflanzen optisch miteinander und geben dem Arrangement eine natürliche, üppige Wirkung.

Mit den richtigen Pflanzen, frischer Erde und einer durchdachten Kombination aus Blättern, Blüten und Gräsern lässt sich aus Kübeln und Kästen ein farbenfroher Herbstgarten gestalten, und das oft bis weit in die kühlere Jahreszeit hinein.

Annette Nüßle

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