Sommer- oder Ganzjahresreifen?

Foto: man64/123rf.com/Barmenia

txn. An warmen Sommertagen stellt die Hitze besondere Anforderungen an die Bereifung des Autos. Vor allem Langstreckenfahrer verzichten deshalb auf Ganzjahresreifen.

Sie nehmen lieber zweimal jährlich einen Reifenwechsel in Kauf und setzen sowohl im Winter wie auch im Sommer auf speziell für diese Jahreszeiten entwickelte Reifen. Und tatsächlich macht das Sinn. Reifen sind die einzige Verbindung des Autos zur Straße. Ihre Qualität wirkt sich direkt auf den Bremsweg, das allgemeine Fahrverhalten und damit auch auf die Sicherheit aus.

Hierzu sagt Michael Groß von den Barmenia Versicherungen: „Wenn es um die Wahl der richtigen Reifen geht, sollte der Fahrzeughalter Saison- und Ganzjahresprodukte genau miteinander vergleichen. Die Unterschiede werden dann schnell deutlich.“

Der Grund: Reifen, die wetterunabhängig gefahren werden, müssen sowohl auf Eis- und Schnee als auch bei hohen Temperaturen funktionieren. Das geht nur, indem ein Kompromiss gefunden wird. Höchstleistungen sind weder in die eine noch in die andere Richtung möglich.

In den warmen Monaten geht es jedoch vor allem um besseres Kurvenhandling und mehr Haftung auf der Straße. Das erreichen Sommerreifen durch eine weiche Gummimischung. Das Fahrzeug reagiert auf Lenkbewegungen deutlich präziser, der Bremsweg verkürzt sich.

Wer bei hohen Außentemperaturen im Ernstfall mit Sommerreifen rechtzeitig zum Stehen kommt, hätte mit Ganzjahresreifen vielleicht ein Problem. Spezialisierte Reifen für Sommer und Winter sind deswegen ein deutlicher Beitrag zu mehr Fahrsicherheit.