Sie wissen, was sie wollen! - Erfolgreiche Gesellen bei der Lossprechung der Handwerkskammer

Hat gut lachen: ein glücklicher Geschäftsführer Jörg Veit mit den erfolgreichen Neu-Gesellen Joshua Jauß, Nicolas Mutter, Matthias Reck (v.li.n.re.),

„Auf der Zielgeraden die Jungs gut ins Rennen geschickt!“ - Elektro Breitling: drei Azubis mit Bravour bestanden – ein echter und ein „heimlicher“ Kammersieger

von Sabine Ellwanger

Note 1,0 fürs Gesellenstück, Gesamt-Abschlussnote 1,2: „Mit diesem Prüfungsergebnis hat Matthias Reck als Jahrgangsbester eine Klasse-Leistung hingelegt, wie sie bei weitem nicht jedes Jahr vorkommt“, begeistert sich Geschäftsführer Jörg Veit, der in der eb-Unternehmensgruppe für das Personal verantwortlich ist. Kammersieger allerdings wurde Recks Kollege Joshua Jauß und auch der Dritte Schützling von Elektro Schneider, Nicolas Mutter, schloss die Ausbildung zum Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik als Preisträger in seinem Beruf ab.

Jörg Veit, der gemeinsam mit Ausbilder Masen Arbasch kürzlich der feierlichen Lossprechung beiwohnte, war‘s ein ergreifender Moment, wie er selbst sagte: „Da kriege ich ne Gänsehaut, wenn ich mir vorstelle, wie die drei sich jetzt fühlen.“

Kammersieger unter sich

Geschäftsführer Jörg Veit, der vor 25 Jahren selbst Kammersieger wurde, freut sich sichtlich, dass dieses Erfolgstrio der Firma Breitling erhalten bleibt und dem ambitionierten Nachwuchs der Elektrobranche im Nachgang so manches Ziel ermöglichen kann.

Diese drei Absolventen verbindet eine ganze Menge: Mit Elektro Breitling und Elektro Schneider Gebäudetechnik arbeiten sie in der gleichen Unternehmensgruppe, sie haben ein Abi in der Tasche, ihre Gesellenprüfung nach verkürzter Lehrzeit abgelegt und für das umfangreiche „Gesellenstück“ – die Elektrotechnik und Steuerung von verschiedenen Ausstattungskomponenten einer Autowerkstatt zu installieren - eine Eins eingefahren.

Sie wissen, was sie wollen.

„Für Kammersieger Joshua Jauß war klar, dass er studieren will. Und weil wir ihn im Unternehmen halten möchten, haben wir nach einer Zukunftsperspektive geschaut und unser Unternehmen bei der Dualen Hochschule Baden Württemberg akkreditieren lassen. Da studiert er nun ab Oktober BWL-Handwerk und qualifiziert sich damit auch für eine zukünftige Führungsaufgabe in der eb-Gruppe“, berichtet Veit. Drei Monate Schulbank, drei Monate Praxis im Wechsel. „Ja, das ist klar, ohne Praxis geht es nicht“, betont Jauß, sichtlich erfreut über diese Zukunftsoption.

Nicolas Mutter, der nach seiner Ausbildung bei Elektro Schneider Gebäudetechnik in Deckenpfronn innerhalb der Unternehmensgruppe zu Breitling nach Stuttgart wechselte und den Meister machen möchte, ergänzt: „Das ist ja auch gerade der Reiz. Es passiert am Bau immer mal was Ungeplantes, und gut reagieren und ein Problem für Kunden und Unternehmen zufriedenstellend lösen, kann man nur, wenn man praktische Erfahrung hat. Die Theorie geht immer vom Optimum aus, und das gibt’s in der Praxis nicht.“ Zudem sei es angesichts der umfangreicheren Sicherheitsbestimmungen im Vergleich zu früheren Jahrzehnten und der heutigen technischen Möglichkeiten sicher nicht leichter geworden, wie Jörg Veit anmerkt.

Matthias Reck, der laut Statuten mit 32 Jahren „zu alt“ ist für den Leistungswettbewerb der Handwerkskammer Region Stuttgart ist und sich deshalb mit Jahrgangs-Bestnoten, einem Stipendium der Buhl-Stiftung sowie dem heimlichen „Kammersieg“ begnügen muss, nimmt das gelassen. Er blickt nach dieser zweiten Ausbildung - zunächst lernte er Veranstaltungskaufmann und wechselte wegen nicht allzu rosiger Berufsaussichten ins Fach Elektro - positiv in die Zukunft. „Ich gehe auch in die Meisterausbildung. Vorher will ich noch ein Jahr praktische Erfahrung sammeln.“ Dann sieht man weiter. „Allen dreien bietet das Breitling-Qualifizierungsprogramm „EB fit“ individuelle Entwicklungsmöglichkeiten. Dabei wird u.a. eine Portfolioanalyse gemacht: Was kann ich schon, wo will ich hin? Dann wollen wir Karrierewege aufzeigen und konkrete Fortbildungsmöglichkeiten vereinbaren“, erläutert Jörg Veit.

Karrierewege und Fortbildung aufzeigen

Kurz vor Ende des Gesprächs rücken die drei Ex-Azubis, die übrigens zwischenzeitlich eigenverantwortlich unterwegs und längst versiert im Kundenkontakt sind, noch mit einem Anliegen heraus: „Es ist ja kein Zufall, dass wir hier so super abgeschnitten haben“, meint Matthias Reck.

Zustimmung von den beiden anderen: „Wir hatten bei Breitling Super-Möglichkeiten und tolle fachliche Unterstützung durch Herrn Veit, unseren Ausbilder Masen Arbasch sowie den vielen Kollegen auf den Baustellen. Der Betrieb hat uns gut geschult, immer wieder das Üben ermöglicht, dafür spezielle Installationswände anfertigen lassen und extra eine Trainingsanlage für uns gebaut.“

Jörg Veit ergänzt abschließend mit einem Augenzwinkern: „Wir haben die Jungs auf der Zielgerade nochmal gut ins Rennen geschickt.“

Foto: Thomas Bischof