Tag der Handarbeit 2016 : Aktion: Jeder macht, was er kann ...

Sie haben mit zum Erfolg der Aktion beigetragen: Anita Naß mit Sohn Ricco, Margarethe Mebes, Dagmar Kühnert, Elisabeth Weng, Ute Mehl, Ida Lebsanft, Uschi Jakob-Dinies und Ursel Saleth.

In Armut aufwachsen zu müssen, das prägt – ein Leben lang. Kinder aus wirtschaftlich benachteiligten Familien werden von der Gesellschaft oft regelrecht abgehängt. Mit wenig Geld sinken auch die Chancen auf eine gute Bildung.

Gleichzeitig steigt die Gefahr, ausgegrenzt zu werden, weil das Geld für Ausflüge, den Sportverein oder den Kindergeburtstag fehlt. Das Problem der Kinderarmut gibt es überall – und leider sind immer mehr Mädchen und Jungen auch bei uns betroffen. Mit der Aktion „Jeder macht, was er kann“, setzt die Initiative Handarbeit ein Zeichen dafür, dass Kinderarmut uns alle angeht

Ein Stück selbstgemachtes Glück

Armut bedeutet bei uns, auf vieles verzichten zu müssen, was den Alltag bunter und schöner macht. Für Kinder ist das oft besonders schwierig. Deshalb machen die Mitstreiter/innen der Initiative diesen kleinen Menschen eine große Freude – zum Beispiel mit einer selbstgenähten Spieldecke, einem Kissen, einem kleinen Turnbeutel, einem Paar warmer Stricksocken, einer modischen Mütze oder einem Kuscheltier zumm Liebhaben.
 
Handarbeits-Aktion bei Handmadel in Holzgerlingen erfolgreich beendet

Die Handarbeits-Szene ist nicht nur kreativ, sondern auch sehr hilfsbereit: Mehr als 10 000 selbstgemachte Geschenke wurden in den vergangenen Wochen für die Aktion „Jeder macht, was er kann“ gespendet. Im Rahmen der gemeinsamen Aktion von Initiative Handarbeit und dem Bundesverband Deutsche Tafeln wurden hunderte Mützen gestrickt, T-Shirts genäht und Kuscheltiere gehäkelt. Alle Kleidungsstücke, Accessoires und Spielzeuge werden an Babys und Kinder aus sozial benachteiligten Familien verschenkt. Abgegeben werden konnten die Spenden bis zum 31. August bei allen Fachhändlern, die die Aktion unterstützt haben – zum Beispiel bei Ute Mehl, Inhaberin des Handarbeitsgeschäftes „Handmadel“ in Holzgerlingen.

„Wir sind begeistert vom großartigen Engagement unserer Kunden und die zahlreichen kreativen Spenden. Insgesamt wurden im Rahmen der Aktion  über 300 selbstgemachte Geschenke an uns übergeben. Diese gehen nun an den  Tafelladen in Böblingen. Die Mitarbeiter der Tafel werden dann die handgefertigten Geschenke an Familien verteilen, für die neue Kinderkleidung oder modische Accessoires keine Selbstverständlichkeit sind. Wir bedanken uns bei allen, die mit ihrem Einsatz und ihren Ideen die Aktion „Jeder macht, was er kann“ zu so einem großen Erfolg gemacht haben und die damit vielen, vielen Kindern eine große Freude bereiten.“ So das „Handmadel Wolle und Mehr“- Team Ute, Heike und Bettina

Der Tafelladen in Böblingen

Im Tafel-Laden gibt es Lebensmittel zu stark reduzierten Preisen (wesentlich günstiger als im üblichen Handel) für Personen mit geringem Einkommen. Als Einkaufsberechtigung gilt der Familienpass (kann beim Amt für Soziale Dienste in Böblingen beantragt werden) oder entsprechende Leistungsbescheide. Das Warenangebot umfasst: Brot, Brötchen und andere Backwaren; Obst und Gemüse, Kartoffeln, Teigwaren; Molkereiprodukte wie Milch, Käse und Joghurt; Wurstwaren, Fleisch und andere Lebensmittel; Süßigkeiten uvm. Es handelt sich um qualitativ einwandfreie Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht überschritten ist.

Böblinger Tafelladen, Feste Burg,
Sindelfingerstr. 9, 71032 Böblingen
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 10:30 bis 15:00 Uhr
Tel.: 07031 238885